| Front | Das Paris aus der Zeit Katharinens von Medici er kennt man an den Tuilerien; das Paris aus Heinrichs des Zweiten Zeit am Rathhause: Beides Gebäude in einem noch großartigen Stile; das Paris aus der Zeit Heinrichs des Vierten ersieht man an der Place Royale, an den backsteinernen Fronten mit Hartsteinecken und Schieferdächern – an den dreifarbigen Häusern; das Paris Ludwigs des Dreizehnten an Val-de-Grace mit seiner erdrückten und untersetzten Bauart, den korbhenkelartigen Wölbungen, die, ich weiß nicht, so was Bauchiges in der Säulenform und Buckliges in der Kuppeldachung haben; ferner das Paris Ludwigs des Vierzehnten im großen, reichen, goldstrotzenden und frostigen Invalidenhause; das Paris Ludwigs des Fünfzehnten in der Kirche Saint-Sulpice mit ihren Schneckenspiralen, Bänderknoten, Wolkenformen, Fadennudelverzierungen und Cichorienkrautputz – alles in Stein gemeißelt; das Paris Ludwigs des Sechzehnten im Panthéon, der schlecht copirten Sanct-Peterskirche in Rom (das Gebäude hat sich schief gesackt, und die Linienformen haben das nicht besser gemacht); weiter das Paris der Republik erkennt man im Gebäude der Arzneischule, einem traurigen Mischmasch aus griechischem und römischen Stile, das dem Colosseum oder dem Parthenon ähnelt, wie die Verfassung des Jahres III den Gesetzen des Minos, – in der Architektur nennt man diesen Stil »den Messidor-Stil«; das Paris Napoleons erkennt man an der Place Vendôme: dieses ist erhaben – eine bronzene Säule, die aus Kanonen hergestellt ist; das Paris der Restauration endlich an der Börse, einer blendend weißen Säulenhalle, die einen völlig glatten Fries trägt, – das Ganze ein Viereck, welches zwanzig Millionen gekostet hat. |
|---|---|
| Back | There is the Paris of Catherine de Medicis at the Tuileries;*−−the Paris of Henri II., at the Hôtel de Ville, two edifices still in fine taste;−−the Paris of Henri IV., at the Place Royale: façades of brick with stone corners, and slated roofs, tri−colored houses;−−the Paris of Louis XIII., at the Val−de− Grace: a crushed and squat architecture, with vaults like basket−handles, and something indescribably pot−bellied in the column, and thickset in the dome;−−the Paris of Louis XIV., in the Invalides: grand, rich, gilded, cold;−−the Paris of Louis XV., in Saint−Sulpice: volutes, knots of ribbon, clouds, vermicelli and chiccory leaves, all in stone;−−the Paris of Louis XVI., in the Pantheon: Saint Peter of Rome, badly copied (the edifice is awkwardly heaped together, which has not amended its lines);−−the Paris of the Republic, in the School of Medicine: a poor Greek and Roman taste, which resembles the Coliseum or the Parthenon as the constitution of the year III., resembles the laws of Minos,−−it is called in architecture, "the Messidor"** taste;−−the Paris of Napoleon in the Place Vendome: this one is sublime, a column of bronze made of cannons;−−the Paris of the Restoration, at the Bourse: a very white colonnade supporting a very smooth frieze; the whole is square and cost twenty millions. |
Tags: germani, 277germani
Learn with these flashcards. Click next, previous, or up to navigate to more flashcards for this subject.
Next card: Des der und jedes dieser eigenartigen baudenkmäler schließt
Previous card: Paris das im gothischen stile unter welchem romanische
Up to card list: German-English 21000