| Front | Um nur gleich einige vorzügliche Beispiele anzuführen, so giebt es sicher wenige schönere architektonische Erscheinungen, als diese Façade. Hier enthüllen sich vor dem Auge allmählich und auf einmal drei gothisch gewölbte Portale, der gezackte und von achtundzwanzig Königsnischen eingefaßte Bogenkranz, die riesige, von ihren zwei Seitenfenstern flankirte Mittelrosette, ähnlich dem Priester mit Diaconus und Subdiaconus zur Seite, die hohe und zierliche Galerie aus Kreuzwölbungen, welche auf ihren zarten Säulchen eine mächtige Plattform trägt, endlich die zwei schwarzen, massiven Thürme mit ihren Schieferdächern als harmonische Theile eines prachtvollen, in fünf gigantischen Stockwerken über einander gethürmten Ganzen; alles massenhaft und ruhig, mit den zahllosen Einzelnheiten an Statuen, Bildhauer- und Schnitzarbeiten, welche kühn zur ruhigen Größe der Gesammtheit vereinigt sind; – es ist so zu sagen eine gewaltige Steinsymphonie, das ungeheure Werk eines Mannes und eines Volkes; das Ganze einheitlich und zusammengesetzt zu gleicher Zeit, wie die Iliade und die romantischen Dichtungen, deren Schwester diese Kirche ist; es ist das wunderbare Erzeugnis aus der Vereinigung aller Kräfte einer Epoche, wo man aus jedem Steine die hundertgestaltige Phantasie des Handwerkers hervortreten sieht, dem der Künstler die Hand lenkte, eine Art menschlicher Schöpfung, doch gewaltig und überreich, wie die göttliche Schöpfung, von welcher sie den zwiefachen Charakter entnommen zu haben scheint: den der Mannigfaltigkeit und den der Ewigkeit. |
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| Back | And, in the first place, to cite only a few leading examples, there certainly are few finer architectural pages than this façade, where, successively and at once, the three portals hollowed out in an arch; the broidered and dentated cordon of the eight and twenty royal niches; the immense central rose window, flanked by its two lateral windows, like a priest by his deacon and subdeacon; the frail and lofty gallery of trefoil arcades, which supports a heavy platform above its fine, slender columns; and lastly, the two black and massive towers with their slate penthouses, harmonious parts of a magnificent whole, superposed in five gigantic stories;−−develop themselves before the eye, in a mass and without confusion, with their innumerable details of statuary, carving, and sculpture, joined powerfully to the tranquil grandeur of the whole; a vast symphony in stone, so to speak; the colossal work of one man and one people, all together one and complex, like the Iliads and the Romanceros, whose sister it is; prodigious product of the grouping together of all the forces of an epoch, where, upon each stone, one sees the fancy of the workman disciplined by the genius of the artist start forth in a hundred fashions; a sort of human creation, in a word, powerful and fecund as the divine creation of which it seems to have stolen the double character,−−variety, eternity. |
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